Der Mülheimer Alpenverein – Nicht nur vor Ort aktiv.

 

Der Deutsche Alpenverein verfügt über eine Infrastruktur von über 300 Mittel- und Hochgebirgshütten und 30.000 Kilometern Wege und Steige im Alpenraum. Zusammen mit seinen Partnerverbänden, dem Alpenverein Südtirol (AVS) und dem Österreichischen Alpenverein (OeAV) erhöht sich die Zahl gar auf über 500 Hütten und 50.000 Kilometer Wege.

Insbesondere die Wartung und Pflege der Wege wird vornehmlich ehrenamtlich geleistet. Der DAV leistet damit einen entscheidenden Beitrag, um Menschen den Zugang ins Hochgebirge zu ermöglichen. Und er leistet mit seinem Engagement einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz des Alpenraums mit seinen empfindlichen Natur- und Kulturlandschaften.

 

Auch der Mülheimer Alpenverein ist daher nicht nur vor Ort aktiv, sondern blickt und engagiert sich „über den Tellerrand“ hinaus. Mit der Mülheimer Eifelhütte besitzt er ein Selbstversorgungshaus in der Region des Nationalparks Rur-Eifel in der Nähe von Nideggen. Sein alpines Arbeitsgebiet ist der Westerfrölke-Weg in der Goldberggruppe, den er gemeinsam mit der OeAV-Sektion Mallnitz (A) betreut. Am Westerfrölke-Weg selbst liegt die Böseck-Hütte der DAV- SektionHagen, sozusagen die „Patenhütte“ unserer Sektion.

Nähere Informationen zu den Hütten und Arbeitsgebieten finden Sie unten.

 

Info 1:

Die Mülheimer Eifelhütte im Rurtal

185 m über N.N.

Info 2:

Der Westerfrölke-Weg im Nationalpark Hohe Tauern (A)

2.317-2.864 m über N.N.

Info 3:

Die Böseck-Hütte in der Goldberggruppe (A)

2.594 m über N.N.

 

 

Info 1

 

DIE MÜLHEIMER EIFELHÜTTE

 

Der Mülheimer Alpenverein und seine Hütte an der Rur

 

Ja, es ist die Rur ohne „h“. Denn die Mülheimer Eifelhütte ist im Ortsteil Abenden der Stadt Nideggen in der Nordeifel am Rande des Nationalparks Rur-Eifel gelegen. Naturschönheiten und Wanderparadiese wie das Rur-Tal, der Rurtal-Stausee oder das Hohe Venn an der deutsch-belgischen Grenze liegen in unmittelbarer Nähe. Kletter-Begeisterten bietet der Klettergarten Nord-Eifel unterhalb von Nideggen viele Möglichkeiten.

Die Hütte beherbergte ihre ersten Gäste im Sommer 1967. Vorausgegangen waren viele Jahre der Renovierung und des Ausbaus des alten Fachwerkhäuschens. Heute bietet sie als Selbstversorgungseinrichtung unterschiedlichen Naturbegeisterten, Erholungssuchenden und Sportambitionierten einen hervorragenden Ausgangspunkt für entsprechende Aktivitäten. Und auch als Ort für kleinere Seminare und Tagungen ist sie aufgrund ihrer Abgeschiedenheit und Ursprünglichkeit hervorragend geeignet, wenn eben nicht das WLAN oder der Mobilfunk entscheidende Faktoren sein sollen. Letztlich ist sie auch ein schönes Refugium für Familien, die wohnortnah einen attraktiven Urlaubsort suchen. Und die eignet sich durchaus auch für kleinere Familienfeste in Verbindung mit einem spannenden wie erholsamen Wochenendausflug für Jung und Alt.

Sie bietet 12 Schlafplätze, verteilt auf vier Zimmer, verfügt über einen gemütlichen Gemeinschaftsraum und eine moderne Küche (ohne Spülmaschine) sowie über Waschräume mit zwei Toiletten, einer Dusche (Münzautomat für die Warmwasserversorgung) und drei Waschbecken.

Die Mülheimer Eifelhütte ist ein Nichtraucherhaus. Das Rauchen ist nur im Außenbereich gestattet. Gegenüber der Hütte befindet sich eine Spielwiese mit Parkmöglichkeiten und einer Terrasse mit Sitzgruppe. Die Hütte kann auch von Nichtmitgliedern als Unterkunftshaus genutzt werden.

 

Ab dem 16.10.2017 nimmt die Mülheimer Eifelhütte der Abschluss der Maßnahmen zum Brandschutz ihren Betrieb wieder aus, kann also wieder gebucht werden

Die aktuellen Nutzungsgebühren im Überblick:

  0,00 EUR     Ki./Jgdl. bis 3 J.

  4,50 EUR     Ki./Jgdl. ab 4-17 J. mit DAV-Mitgliedschaft

  8,50 EUR     Ki./Jgdl. ab 4-17 J. ohne DAV Mitgliedschaft

  8,50 EUR     Erw. ab 18 J. mit DAV-Mitgliedschaft

16,50 EUR     Erw. ab 18 J. ohne DAV-Mitgliedschaft

pro Person und Übernachtung

und für die Komplettbelegung der Hütte

100 EUR        DAV-Mitglieder

200 EUR        Nichtmitglieder

sowie für die Tageseinkehr

   0,00 EUR     Ki./Jgdl. bis 3 J.

   1,50 EUR     Ki./Jgdl. ab 4-17 J.

   2,50 EUR     Erw. ab 18 J.

pro Person und Tag.

Eine Buchungsbestätigung wird erst nach Anforderung und Eingang einer Anzahlung, i.d.R. in Höhe von 200 EUR, ausgesprochen und versandt.

 

Weitere Informationen finden Sie im Hütten-Flyer im Download-Bereich. Oder Sie wenden sich an unseren Hüttenwart Christoph Herrchen, den Sie telefonisch unter +49 (2066) 500580 oder per E-Mail unter „christoph.herrchen@alpenverein-muelheim.de“.

 

 

 

 

Text: Michael Cremer

Fotos/Grafiken: Michael Cremer

 

 

 

 

 

Info 2

 

DER WESTERFRÖLKE-WEG

 

Der Mülheimer Alpenverein und sein Alpinsteig in den Hohen Tauern …

 

Schon in den 1960er Jahren plante die Sektion, in der Region von Hochalmspitze und Ankogel eine eigene Hochgebirgshütte zu bauen. In den Bergen rund um die Kärntener Orte Mallnitz und Obervellach suchte man nach einem geeigneten Baugrund, ließ die Pläne aus Kostengründen wieder fallen.

Ohne eine eigene Hochgebirgshütte fehlte es auch lange Zeit an einem eigenen Arbeitsgebiet in den Alpen. Seit 2013 engagiert sich die Sektion aber nunmehr im Nationalpark Hohe Tauern, dem größten zusammenhängenden Schutzgebiet der Alpen. 2015 wurde der Mülheimer Alpenverein als 17. Alpenvereinssektion in die Arbeitsgemeinschaft (ArGe) Tauernhöhenweg aufgenommen und betreut seitdem in Zusammenarbeit mit der Sektion Mallnitz des Österreichischen Alpenvereins (OeAV) den Westerfrölke-Weg, einen ausgesetzten und anspruchsvollen Alpinsteig in der Goldberggruppe.

Angelegt wurde der Weg in den 1930er Jahren von der DAV-Sektion Hagen. Er bietet ambitionierten Einzelgeher/innen und kleinen Gruppen ein attraktives, herausforderndes Umfeld zur Expeditionsübung und Weitwandern. Bergsteigerisch vielfältig, erfordert er ein hohes Maß an Trittsicherheit, technischem Können und konditioneller Ausdauer. Er führt durch teils abgeschiedene Hochgebirgspassagen und bietet immer wieder spektakuläre Blicke in die Bergwelt zwischen Hochalmspitze, Ankogel und Großglockner, ins Tauern-, Seebach-, Dösen- und Mölltal.

Die Gehzeit zwischen den beiden bewirtschaften Hütten Häusleralm (privat) und Hagener Hütte (DAV) beträgt etwa 12 Stunden. Mit der Böseck-Hütte unterhalb des gleichnamigen Gipfels verfügt der Weg über eine Notunterkunft (ohne Frischwasserversorgung und Toilette) für bis zu sechs Bergsteiger/innen. Aufgrund seiner technischen Schwierigkeit, seiner Lage und seiner Länge ist der Westerfrölke-Weg schwarz klassifiziert und sollte nur von Menschen mit

entsprechender alpiner Erfahrung begangen werden.

 

Weitere Informationen zum Westerfrölke-Weg finden Sie im Download-Bereich. Oder Sie wenden sich an unseren Wegereferenten Dr. Holger Klink. Sie erreichen ihn per E-Mail unter „holger.klink@alpenverein-muelheim.de“.

 

 

 

 

 

Text: Michael Cremer

Fotos/Grafiken: Michael Cremer, Dr. Holger Klink

 

 

 

Info 3

 

DIE BÖSECK-HÜTTE

 

Der Mülheimer Alpenverein und sein „Patenkind“ überm Tauerntal…

 

Sie verfügt nach einhelliger Meinung über die schönste Sonnenterrasse im Tauerntal – die Böseck-Hütte. Einerseits ist sie wichtige Notunterkunft am Westerfrölke-Weg, der ohne sie nicht begehbar zu halten wäre. Andererseits ist sie für konditionsstarke Hochgebirgswanderinnen und –wanderer aber auch ein sehr lohnenswertes Ausflugsziel in der Goldberggruppe. Unterhalb des gleichnamigen Gipfels gelegen, ist sie sowohl vom Tauern- als auch vom Mölltal aus zu erreichen. Von Mallnitz aus bietet sich auch der Aufstieg über die Häusleralm und die erste Etappe des Westerfrölke-Wegs an.

Gebaut wurde die Hütte in den 1930er Jahren von der DAV-Sektion Hagen, in dessen Besitz sie sich heute noch befindet. In den 1980er Jahren wurde sie von der Sektion noch einmal grundlegend erneuert. Seit 2015 überprüft der Mülheimer Alpenverein in Zusammenarbeit mit der OeAV-Sektion Mallnitz (A) regelmäßig den Zustand der Hütte.

Als Notunterkunft bietet sie bis zu sechs Bergsteiger/innen ein Dach über dem Kopf, wenn es darauf ankommt, im Hochgebirge eine Bleibe zu finden, um den nächsten Tag abzuwarten. Als Ziel für eine Tageswanderung laden ihre umgebenden Wiesen ein, sich bei einer kleinen Brotzeit zu stärken, den atemberaubenden Blick auf den Alpenhauptkamm zu genießen oder auch ein kurzes Nickerchen in schönster Luft und Umgebung zu halten.

Je nach gewählter Route beträgt die Gehzeit für den Aufstieg zwischen vier und fünf Stunden. Auch eine Überschreitung vom Tauern- ins Mölltal oder umgekehrt bietet sich unter Einbeziehung der Böseck-Hütte an. Allerdings verfügt sie weder über eine Frischwasserversorgung noch über sanitäre Einrichtungen, was bei der Tourenplanung berücksichtigt werden sollte.

 

Für weitere Informationen zur Böseck-Hütte wenden Sie sich gerne an unseren Wegereferenten Dr. Holger Klink. Sie erreichen ihn per E-Mail unter „holger.klink@alpenverein-muelheim.de“.

 

 

 

 

Text: Michael Cremer

Fotos/Grafiken: Peter Angermann, Michael Cremer, Dr. Holger Klink